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Jahrgang 3 auf mathematischen Sparziergängen
Jahrgang 3 auf mathematischen Sparziergängen

Jahrgang 3 auf mathematischen Sparziergängen

Schüler*innen entwickeln Stützpunktvorstellungen für Längen.

Im Rahmen des Mathematikunterrichts unternahmen Klassen aus dem 3. einen Spaziergang , der gezielt zur Entwicklung von Größenvorstellungen im Bereich der Längenmaße genutzt wurde. Im Zentrum stand dabei die sogenannte Stützpunktvorstellung für die Strecke von einem Kilometer.

Unter einer Stützpunktvorstellung versteht man in der mathematikdidaktischen Forschung eine Vergleichsgröße, die es Lernenden ermöglicht, abstrakte Maßeinheiten mit konkreten Erfahrungswerten zu verknüpfen. Solche mentalen Ankerpunkte sind grundlegend, um Größen nicht nur formal zu kennen, sondern sie auch alltagspraktisch einschätzen und vergleichen zu können. Insbesondere bei standardisierten Maßeinheitens wie Meter oder Kilometer besteht die Herausforderung darin, dass diese für Kinder zunächst wenig anschaulich sind und daher durch handelnde sowie erfahrungsbasierte Lernprozesse erschlossen werden müssen.

Während des Spaziergangs wurden die Schülerinnen und Schüler wiederholt dazu angeregt, die bereits zurückgelegte Strecke zu schätzen. Diese Schätzprozesse erfolgten auf Grundlage individueller Strategien, etwa durch das Zählen von Schritten oder den Vergleich mit bereits bekannten Wegstrecken. Die so gewonnenen subjektiven Einschätzungen wurden anschließend mit der tatsächlichen Distanz abgeglichen.

Dieser kontinuierliche Wechsel zwischen Schätzen, Überprüfen und Reflektieren stellt einen zentralen didaktischen Zugang zur Ausbildung tragfähiger Größenvorstellungen dar.

Der Kilometer fungierte dabei als Stützpunkt, an dem weitere Entfernungen relational ausgerichtet werden können (z. B. „ein halber Kilometer“, „zwei Kilometer“). Neben dem mathematischen Inhalt entdeckten wir Kühe, die Hunte und teilweise neue Wege. Außerdem hatten wir jede Menge Spaß.